Die besten Tipps fürs kabellose Heimnetz
WLAN ist toll. Da sind sich die meisten Leute einig. Zumindest wenn es funktioniert. Wenn nicht, ist Ärger vorprogrammiert: Video-Streams mit Buffering, stotternde Audio-Streams und langsame Downloads. Das muss aber nicht sein. Wir verraten die besten Tipps, um das WLAN mit ganz einfachen Mitteln zu verbessern.

WLAN ist toll. Da sind sich die meisten Leute einig. Zumindest wenn es funktioniert. Wenn nicht, ist Ärger vorprogrammiert: Video-Streams mit Buffering, stotternde Audio-Streams und langsame Downloads. Das muss aber nicht sein. Wir verraten die besten Tipps, um das WLAN mit ganz einfachen Mitteln zu verbessern.
Tipp Nummer 1: Schnelle Bestandsaufnahme machen
Ob Sie eine gute WLAN-Abdeckung haben oder nicht, merken Sie in der Praxis recht schnell. Trotzdem lohnt es sich, die WLAN-Verbesserung mit einer gründlichen Bestandsaufnahme zu beginnen. Suchen Sie sich ein praktisches Analysetool aus. Experten empfehlen häufig den "Ekahau Heatmapper". Mit diesem Programm erstellen Sie zunächst einen Grundriss ihrer Wohnung. Anschließend messen Sie die WLAN-Ausleuchtung (von grün = guter Empfang bis rot = schlechter oder kein Empfang). Für die meisten Anwender genügt auch ein einfaches Android-Analysetool wie beispielsweise "WLAN Hilfe".
Tipp Nummer 2: Voraussetzungen verbessern
Ziehen Sie nicht sofort los, um teure Hardware zur WLAN-Verbesserung zu kaufen! Oft lässt sich die WLAN-Qualität schon mit wenigen Handgriffen verbessern:
- In den meisten Wohnungen ist der Router die einzige WLAN-Quelle.
Platzieren Sie diesen daher möglichst zentral, um eine optimale
Abdeckung zu erreichen.
- Der Router sollte zudem möglichst hochstehen, beispielsweise auf
einem Schrank, damit sich das Signal optimal ausbreiten kann.
- Vermeiden Sie es in jedem Fall, die WLAN-Box hinter Blumentöpfen
oder in einem Schrank zu verbergen: Auch, wenn das vielleicht
schöner aussieht, ist es für die WLAN-Leistung ein großes
Hindernis.
- Wenn ihr Router über eine oder mehrere bewegliche Antennen
verfügt, spielen Sie ein wenig mit der Ausrichtung. "Zielen" Sie
dabei auf die Punkte, an denen schlechter Empfang herrscht.
Tipp Nummer 3: Ans Eingemachte gehen
Wenn alles Neuplatzieren nichts gebracht hat, geht es ans Eingemachte: An die Router-Einstellungen. Das klingt kompliziert, ist aber kein Hexenwerk. Zur Sicherheit sollten Sie trotzdem ein Backup ihrer Router-Einstellungen erstellen, damit Sie die Änderungen zur Not rückgängig machen können. Die meisten Router bieten diese Option direkt im Menü an. Anschließend kann es losgehen:
- Falls ihr Router diese Option bietet, sehen Sie sich die
Kanalbelegung an. Hier erkennen Sie nicht nur, auf welchem Kanal
ihr eigenes WLAN sendet, sondern auch wie viele andere WLANs in
der Nähe denselben Bereich nutzen. Ist auf "ihrem" Kanal viel
los, wechseln Sie einfach den Kanal.
- Manche Router sind ab Werk auf eine niedrige Sendeleistung
eingestellt, um Strom zu sparen. Falls das bei Ihnen der Fall
ist, stellen Sie ihren Router auf eine höhere oder maximale
Leistung, um eine bessere WLAN-Abdeckung zu erhalten.
- Viele Router decken inzwischen neben dem 2,4-GHz-Band auch das
5-GHz-Band ab. Hier sind auf kurze Distanz deutlich höhere
Datendurchsätze möglich. Insbesondere dann, wenn in ihrer
Umgebung viele andere WLANs den 2,4-GHz-Bereich nutzen.
Probieren Sie, ob sie per 5 GHz bessere Empfangsergebnisse
erhalten. Wichtig: Das funktioniert nur, wenn ihre
Empfangsgeräte (Smartphone, Tablet, Notebook) ebenfalls 5 GHz
unterstützen.
Tipp Nummer 4: Empfang verbessern
Hat das alles nichts gebracht, ist der Sender, also der Router, gar nicht das Problem. Vielleicht liegt die Ursache bei ihren Empfangsgeräten. Bei Notebooks und Desktop-PCs haben Sie hier die Möglichkeit mit WLAN-Sticks, dies sind externe WLAN-Antennen zum Nachrüsten, den Empfang zu verbessern:
- Ist das WLAN-Modul in ihrem Notebook oder PC beschädigt, hilft
ebenfalls ein WLAN-Stick weiter. Die USB-Module werden einfach
in einen freien Port gesteckt und installieren die notwendigen
Treiber meist selber. Auf diese Art können Sie auch neuere
WLAN-Standards (beispielsweise "n" oder "ac") bei älterer
Hardware nachrüsten.
- Die Aufstellungstipps für Router (siehe oben) gelten natürlich
auch für die Empfangsgeräte: Eine möglichst hindernisfreie
Platzierung ist optimal. Wenn das nicht möglich ist, hilft es,
ein USB-Verlängerungskabel zu verwenden, um den Empfangs-Stick
flexibel zu platzieren.
Tipp Nummer 5: Der absolute WLAN-Beschleuniger - Powerline-Adapter
Wenn diese Tipps noch nicht das gewünschte Ergebnis bringen, helfen Powerline-Adapter weiter.
- Die beste Lösung, um das WLAN selbst in entlegenen Zimmern des
Hauses zu verbessern, ist der Einsatz von Powerline-Adaptern.
Die kompakten Adapter nutzen die Stromleitung wie ein langes
Netzwerkkabel und bringen so einen "frischen" WLAN-Zugangspunkt
an jede beliebige Steckdose des Hauses. Die Geräte sind einfach
zu installieren und die WLAN-Ergebnisse sind beeindruckend.
- Es können mehrere WLAN-Powerline-Adapter in einem Stromkreis
betrieben werden. So lassen sich die einzelnen WLAN-Problemzonen
gezielt verbessern - Zimmer für Zimmer oder Etage für Etage.